Generation Wohnen · Berufsstart

Berufseinsteiger: Das erste Gehalt trifft auf die teuersten Mieten

Wer nach Ausbildung oder Studium den ersten Job antritt, sucht meist zum ersten Mal eine eigene Wohnung – und das oft in einer Großstadt mit angespanntem Markt.

Der Berufseinstieg ist für viele junge Menschen der Moment, in dem sie zum ersten Mal den vollen Wohnungsmarkt erleben. Gute Jobs konzentrieren sich in Städten, in denen die Angebotsmieten am höchsten sind: In München lagen sie im dritten Quartal 2026 bei knapp 24 Euro je Quadratmeter, in Köln bei 16 Euro, in Berlin bei 15,80 Euro.

Eine 45-Quadratmeter-Wohnung kostet bei 16 Euro je Quadratmeter 720 Euro kalt – zuzüglich Nebenkosten und Heizung schnell knapp 900 Euro. Bei einem Einstiegsgehalt von 2.400 Euro netto entspräche das bereits rund 37 Prozent des Einkommens.

Rechenbeispiel: Was die erste eigene Wohnung kostet
Stadt (Angebotsmiete Q3/2026)45 m² kalt+ ca. 3,50 €/m² NK und HeizungAnteil an 2.400 € netto
München (ca. 24,00 €/m²)1.080 €1.238 €ca. 52 %
Köln (16,00 €/m²)720 €878 €ca. 37 %
Berlin (15,80 €/m²)711 €869 €ca. 36 %
Leipzig (10,40 €/m²)468 €626 €ca. 26 %

Angebotsmieten: GREIX/Kiel Institut. Nebenkosten- und Gehaltsannahmen sind fiktive Beispielwerte.

Hürden jenseits des Preises

Neben der Miethöhe erschweren weitere Faktoren den Zugang. Vermieter verlangen häufig Gehaltsnachweise der letzten Monate, eine Schufa-Auskunft und unbefristete Arbeitsverträge – Dinge, die Berufseinsteiger in der Probezeit oft noch nicht vorweisen können. Hinzu kommen Kaution (bis zu drei Nettokaltmieten), Umzugskosten und Erstausstattung.

Das Angebot an Mietwohnungen ist in vielen Städten drastisch geschrumpft. Möblierte Wohnungen und Kurzzeitverträge sind oft leichter verfügbar, aber deutlich teurer – und unterliegen bislang nur eingeschränkt der Mietpreisbremse. Die geplante Mietrechtsreform soll hier mehr Transparenz bei Möblierungszuschlägen schaffen.

Was beim Mietvertrag zu beachten ist

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