Daten · Altersgruppen

Wohnkosten nach Altersgruppen: Jung und Alt unter Druck

Zwei Gruppen sind von hohen Wohnkosten besonders betroffen: junge Erwachsene am Beginn ihres Erwerbslebens und alleinlebende Ältere mit kleiner Rente.

Die Wohnkostenbelastung verläuft über das Leben wie eine U-Kurve: hoch in jungen Jahren, wenn das Einkommen noch niedrig ist und zu Marktpreisen angemietet wird; niedriger in der Lebensmitte mit steigendem Einkommen und häufigerem Wohneigentum; wieder höher im Alter, wenn das Einkommen mit dem Renteneintritt sinkt.

Armutsquoten vor und nach Abzug der Wohnkosten (in %)
01020304024,831,018 bis 25 Jahre19,427,1ab 65 JahreArmutsquote, Einkommen (2024)nach Abzug der Wohnkosten

Quelle: Der Paritätische: Armutsbericht 2025 (MZ-SILC 2024); „Wohnen macht arm“ (Sonderauswertung Destatis) · Werte stammen aus zwei Auswertungen mit unterschiedlichem Bezugsjahr und sind nur als Größenordnung vergleichbar.

Was die Zahlen zeigen

In beiden Altersgruppen steigt der Anteil der Armutsbetroffenen deutlich, wenn die Wohnkosten berücksichtigt werden. Bei jungen Erwachsenen ist das Niveau jedoch insgesamt höher: Fast jede dritte Person zwischen 18 und 25 Jahren hat nach Abzug von Miete und Energie weniger als die Armutsgrenze zur Verfügung.

Unter den Studierenden ist der Befund noch drastischer: 65 Prozent der Studierendenhaushalte mit eigener Haushaltsführung sind nach Destatis durch Wohnkosten überbelastet. Bei älteren Menschen sind besonders Alleinlebende im Rentenalter betroffen – ihre wohnkostenbereinigte Armutsquote lag nach Berechnungen des Paritätischen bei 41,7 Prozent.

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