Lösungen · Energiewende
Soziale Energiewende: Klimaschutz, der nicht arm macht
Die Wärmewende ist notwendig. Ob sie gesellschaftlich trägt, hängt davon ab, ob ihre Kosten fair verteilt werden – zwischen Eigentümern und Mietern, Arm und Reich, Jung und Alt.
Der CO₂-Preis wirkt regressiv: Haushalte mit niedrigem Einkommen geben einen größeren Anteil ihres Budgets für Heizen aus als wohlhabende. Das Umweltbundesamt hat die Verteilungswirkungen des nationalen Emissionshandels untersucht und kommt zu dem Schluss, dass eine Rückverteilung der Einnahmen die Belastung kleiner Einkommen deutlich mindern könnte.
Mit dem Start des EU-Emissionshandels ETS2 ab 2028 wird diese Frage drängender. Die EU hat dafür einen Klima-Sozialfonds eingerichtet, aus dem die Mitgliedstaaten Maßnahmen für besonders betroffene Haushalte finanzieren sollen.
Der Zielkonflikt
Je stärker Mieter vor Sanierungskosten geschützt werden, desto geringer kann der Anreiz für Vermieter sein, zu investieren. Je stärker Vermieter entlastet werden, desto mehr Kosten landen bei Mietern. Eine Lösung, die beide Seiten zufriedenstellt, erfordert in der Regel öffentliches Geld – und damit politische Prioritäten.
Weiterlesen
Quellen & weiterführende Informationen