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Mietkostenentwicklung: Neuvermietung wird immer teurer

Die Angebotsmieten in Deutschland steigen weiter – in den Metropolen auf hohem Niveau, zuletzt besonders dynamisch auch in mittelgroßen Städten.

Im dritten Quartal 2026 erhöhten sich die Angebotsmieten im GREIX-Mietpreisindex des Kiel Instituts für Weltwirtschaft um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal – so stark wie seit Anfang 2025 nicht mehr. Im Jahresvergleich lag das Plus bei 3,7 Prozent. Der gewichtete Durchschnitt aller 37 untersuchten Städte und Regionen erreichte 14,60 Euro je Quadratmeter.

Die Spannbreite ist groß: In München werden knapp 24 Euro je Quadratmeter verlangt, in Chemnitz 6,30 Euro. Unter den acht größten Städten stiegen die Angebotsmieten in Hamburg mit 6,7 Prozent am stärksten. Außerhalb der Metropolen fielen Bochum (+6,3 Prozent), Augsburg (+5,6 Prozent) und Mannheim (+5,0 Prozent) auf.

Angebotsmieten, 3. Quartal 2026 (Euro je m², nettokalt)
München24,00 €Köln16,00 €Berlin15,80 €Düsseldorf15,10 €Ø 37 Städte/Regionen14,60 €Leipzig10,40 €Chemnitz6,30 €

Quelle: GREIX-Mietpreisindex, Kiel Institut für Weltwirtschaft

Zehn Jahre im Vergleich

In den 14 größten kreisfreien Städten sind die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen nach Daten des Bundesbauministeriums innerhalb von zehn Jahren um durchschnittlich 43 Prozent gestiegen. Den höchsten Zuwachs verzeichnete Berlin mit 69 Prozent. München war 2025 mit 21,29 Euro je Quadratmeter bei Neuvermietungen die teuerste Großstadt; Frankfurt am Main (+39 Prozent auf 16,58 Euro) und Stuttgart (+37 Prozent auf 16,06 Euro) folgten.

Erst- und Wiedervermietungsmieten in Großstädten
StadtAngebotsmiete 2025Veränderung seit 2016
München21,29 €/m²k. A.
Frankfurt am Main16,58 €/m²+39 %
Stuttgart16,06 €/m²+37 %
Berlink. A.+69 %
Ø 14 Großstädte–+43 %

Quelle: BBSR-Daten, Antwort des Bundesbauministeriums auf eine parlamentarische Anfrage (2026). Andere Datenbasis als GREIX, daher nicht direkt vergleichbar.

Angebotsmiete ist nicht gleich Bestandsmiete

Die Angebotsmiete beschreibt den Preis in Inseraten. Die meisten Haushalte zahlen jedoch Bestandsmieten, die in laufenden Verträgen nur begrenzt steigen dürfen – etwa durch Kappungsgrenzen bei Erhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete. Je länger ein Mietverhältnis besteht, desto größer ist oft die Lücke zum Markt.

Für die Frage, wie bezahlbar Wohnen für junge Menschen ist, sind die Angebotsmieten jedoch besonders aussagekräftig – denn sie bestimmen, was beim Auszug aus dem Elternhaus, beim Studienbeginn oder beim Jobwechsel zu zahlen ist.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Kiel Institut für Weltwirtschaft: GREIX-Mietpreisindex – Angebotsmieten in 37 Städten und Regionen
  2. Destatis: Themenseite Wohnen – Wohnkosten, Überbelastung, Überbelegung

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