Schwerpunkt Generation Wohnen
Generation Mietwohnung: Wenn Wohnen zum finanziellen Hindernis wird
Studierende, Auszubildende und Berufseinsteiger müssen mit begrenztem Einkommen eine Wohnung finden, die bezahlbar und erreichbar ist. Für viele ist das kaum noch möglich.
Für junge Menschen ist der Wohnungsmarkt eine besondere Herausforderung. Sie stehen am Anfang ihres Erwerbslebens, verdienen oft wenig, ziehen häufig um – und treffen dabei auf die aktuell hohen Angebotsmieten, nicht auf die günstigeren Bestandsmieten älterer Verträge.
Hohe Wohnkosten haben weitreichende Folgen: weniger Geld für Bildung, Mobilität, Freizeit und Rücklagen. In belastenden Situationen wird die eigene Wohnung zum finanziellen Risiko. Und sie beeinflussen Lebensentscheidungen – wo jemand studiert, welche Ausbildung möglich ist, wann eine Familie gegründet wird.
Quelle: Destatis, EU-SILC 2025; Der Paritätische, „Wohnen macht arm“ (Sonderauswertung)
Lebensphasen und Wohnkosten
Was bleibt nach dem Wohnen?
Die gesellschaftliche Diskussion sollte nicht nur die Höhe der Mieten betrachten, sondern auch die Frage, wie viel finanzieller Spielraum nach dem Wohnen noch bleibt. Wenn mehr als die Hälfte des Einkommens für Miete und Nebenkosten benötigt wird, bleibt kaum etwas für Rücklagen, Weiterbildung oder den späteren Immobilienerwerb – und damit für den Vermögensaufbau, der in Deutschland stark vom Wohneigentum abhängt.
Quellen & weiterführende Informationen